10. Juli 2010
PR-Nachricht | Raiffeisen Privatbank
Das Schiff bleibt auf stabilem Kurs

Wiesloch - Das Geschäftsjahr 2009 der Raiffeisen Privatbank Wiesloch-Baiertal begann unter dem Eindruck der allgemeinen Finanzkrise und der massiven öffentlichen Stützungsmaßnahmen bei bestimmten in Schieflage geratenen Banken sowie der vom Staat eingeleiteten milliardenschweren Konjunkturprogramme.
Glücklicherweise fiel die drohende Rezession zunächst aus, aber die gesamtwirtschaftliche Produktion lag im Jahresverlauf 2009 mit etwa 10 % unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Investitionsgüterwirtschaft musste einen extremen Nachfrageeinbruch im Ausland hinnehmen. Ab dem 2. Quartal begann die Wirtschaft, sich auf niedrigstem Niveau zu erholen. Die Zahl der Erwerbstätigen sackte nicht ab. Der staatliche und der private Konsum expandierte. Der Staatssektor schloss mit einem Finanzdefizit von 79,3 Milliarden Euro ab. Die Inflation hielt sich auf niedrigem Niveau. Zum Jahresende notierte der Dax bei ca. 6000 Punkten. Sollte die Konsolidierungsphase sich weiter fortsetzen und der Riesen-Schuldenberg der öffentlichen Hand bei Ausbleiben weiterer vergleichbarer Erschütterungen des Finanzmarkts irgendwie bewältigt werden, könnte man es wagen, von einem spiegelbildlichen Wirtschaftswunder zu sprechen: Das Absacken in ein tiefes Loch konnte abgewendet werden.
Die gesetzlichen Vorschriften wollen es, dass eine Genossenschaftsbank wie die Raiffeisen Privatbank Wiesloch-Baiertal sich der Aufsicht stellt und nach festgelegter Tagesordnung regelmäßige Jahresversammlungen abhält. Zu diesen finden sich die Genossenschaftsmitglieder, die Vertreter der Aufsicht sowie der Kooperationsunternehmen in gewöhnlich in großer Zahl ein. Gastgeber war dieses Mal die katholische Kirchengemeinde Baiertal. Anliegen des Geschäftsleiters Werner Hillenbrand war es, den Anwesenden das Wechselspiel zwischen den Kunden, den Mitgliedern, den Mitarbeitern, dem Aufsichtsrat und dem Vorstand der Bank vor Augen zu stellen sowie zu verdeutlichen, dass die eingangs beschriebenen Wirtschaftsdaten des Jahres 2009 natürlich auch das Handeln und den Erfolg der Bank beeinflusst haben. Diesem liegen die Prinzipien der Selbsthilfe, der Selbstverantwortung und der Selbstverwaltung zugrunde. Werden sie konsequent verwirklicht, dann ergeben sich etwas andere Handlungsmuster als z. B. in der Kommunal-, Landes- oder Bundespolitik. Den Kunden und Anteilseignern fällt es daher leichter, sich mit dem oben genannten Wirkungsgefüge zu identifizieren. Grundlage der Abläufe in der Mitgliederversammlung ist die den Mitgliedern überlassene Kurzfassung des Jahresabschlusses, der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, schließlich die Übersicht über die Mitgliederentwicklung im Berichtsjahr. Hinzu kam der schriftliche Lagebericht mit Anhang als Tischvorlage. Vorstand und Aufsichtsrat waren vollständig anwesend.
Der Jahresabschluss war vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Er stand zur Beschlussfassung an. Eine Protokollführerin und die Stimmenzählerin waren im Einsatz. Geschäftsleiter Hillenbrand berichtete sodann über die Umfeldbedingungen des geschäftlichen Wirkens der Bank, die Entwicklung der Bank und befasste sich mit dem „Schreckensszenario Inflation“.
Vorweg versicherte er: „Ihre Bank ist kerngesund“. Er führte dies auf das von ihm näher beschriebene Geschäftsmodell zurück, das von folgenden Prinzipien geleitet wird: Förderung der Mitglieder und Kunden, Präsenz vor Ort, Nachhaltigkeit, Bereithaltung aller Finanzdienstleistungen u. a. m. Ihn störte, dass nun auch die wirtschaftlich abgesicherten Volks- und Raiffeisenbanken als Nichtverursacher der Krise zur Bankenabgabe und Bildung des Rettungsfonds herangezogen werden sollen. Sodann präsentierte sein Vorstandskollege Udo Engelhardt das Zahlenwerk, d. h. die wichtigsten Veränderungen und Entwicklungen bezüglich des Jahresabschlusses 2009 anhand von Folien. Er bezeichnete die Entwicklung als insgesamt zufriedenstellend. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 3,2 Mio. Die Nachfrage nach Immobilienkrediten war rückläufig. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 1,2 Mio, die liquiden Mittel der Bank um 3,6 Mio. Die Ertragslage war zufriedenstellend. Die Personalaufwendungen haben sich geringfügig reduziert. Der Jahresüberschuss beträgt 99.234,95 Euro, der Bilanzgewinn 59.234,95 Euro. 5 % Dividende werden per 9. Juli 2010 an die Mitglieder ausgeschüttet. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss geprüft und befürwortete den Vorschlag des Vorstands, das Jahresergebnis in der geplanten Weise zu verwenden.
Die Ergebnisvorschaurechnung für 2010 zeigt einen leicht rückläufigen Zinsüberschuss und ein sich stabilisierendes Provisionsergebnis. Alle Bankeneinlagen sind zu 100% geschützt. Für eine Fusion sieht man keine Notwendigkeit. Abschließend dankte Engelhardt allen, die am Zustandekommen des Ergebnisses beteiligt waren, für das Vertrauen und die Zusammenarbeit.
Es folgten sodann der Bericht des Aufsichtsrats, vorgetragen von Manfred Link, über die Prüfungstätigkeit und das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung sowie die Abstimmung über die Genehmigung des Jahresabschlusses 2009, die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses 2009, die Entlastung des Vorstands, die Entlastung des Aufsichtsrats, die turnusmäßig anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat sowie die Ehrungen.
Die Abstimmungen der 118 anwesenden Mitglieder fanden per Akklamation einstimmig ohne Gegenstimmen oder Stimmenthaltungen statt. Personelle Veränderungen ergaben sich nicht.
kob/Foto: KHP
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